Historische Belegstücke

… Spuren und Zeitzeugnisse der Vergangenheit von Altefeld.

„Historische Belegstücke“ sind Gegenstände, Dokumente oder Überreste aus vergangenen Zeiten, die erhalten geblieben sind und heute als Quellen für die Geschichtsforschung dienen. Sie helfen uns, das Leben, Denken und die Ereignisse früherer Epochen besser zu verstehen und einzuordnen.

KI generiertes Bild

1755

Münze Kupfer 3 Pfen. Scheidemünze von 1755 A (Berlin)

aus der Zeit von Friedrich II. 1740 -1786 von Preußen

Münze Kupfer 3 Pfen. Scheidemünze von 1755 am Wegesrand Richtung Lüstefeld nach Feldarbeiten an der Oberfläche aufgefunden.

1840er -1870er

Mark, Groschen und Pfenninge

Münzen sind wertvolle, greifbare Quellen der Zeitgeschichte, da sie politische, wirtschaftliche und kulturelle Ereignisse einer Epoche festhalten – Fundstücke aus Altefeld.

Pfennige und Silbergroschen aus der Kaiserzeit

Kaiser Wilhelm I Silbergroschen

1 Pfennig Brandenburg-Preußen
1 Reichspfennig

Die 1 Mark Silber aus dem Jahr 1876 Umlaufmünze des Deutschen Kaiserreichs

1 Mark Silber aus dem Jahr 1876 Umlaufmünze des Deutschen Kaiserreichs Kaiser Wilhelm I.

6 Kreuzer aus dem Jahre 1846 Großherzogthum Hessen

1880er


Manöver in Altefeld

Preußischer Infanterie Offiziersdegen M1889
Kaisermanöver 1900

Preußischer Infanterie Offiziersdegen M1889

Preußischer Infanterie Offiziersdegen M1889
Foto Ralf Sodar

Ein Zufalls – Bodenfund bei der Gartenarbeit rund um den „Kleinen Boxenstall für Fremdstuten“ – Haus Ringgau.

MEDAILLE

auf den Tod Kaiser Friedrich III. 15. Juni 1888 mit Umschrift – Bronze

Fotos Ralf Sodar
Silberring 

Rheinisches Husaren-Regiment Nr. 9

07.05.1861: 2. Rheinisches Husaren-Regiment Nr. 9

Farben des Regimet um 1900: Kornblumenblaue Grundfarbe, gelbe Knöpfe, zitronengelbe Schnüre; Mütze: Besatzstreifen kornblumenblau.
Foto Ralf Sodar

Silberring

Rheinisches Husaren-Regiment Nr. 9


07.05.1861: 2. Rheinisches Husaren-Regiment Nr. 9

Farben des Regiment um 1900: Kornblumenblaue Grundfarbe, gelbe Knöpfe, zitronengelbe Schnüre; Mütze: Besatzstreifen kornblumenblau.

Regimentschef:

20.04.1894 – 30.07.1900: Herzog Alfred von Sachsen-Coburg und Gotha
15.09.1913: General der Infanterie Herzog Carl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha

Quelle: https://wiki.genealogy.net/HR_9

Fundstück in Altefeld.

1890er


Kaiserreich Preussen - Tragbare Klippe  Medaille - Wilhelm II und Friedrich III
Fotos Ralf Sodar
Preußischer Knopf für Beamte – Ralf Sodar

Kaiserreich Preußen – Tragbare Klippe Medaille – Wilhelm II und Friedrich III

Kaiserreich Preussen - Tragbare Klippe  Medaille - Wilhelm II und Friedrich III
Foto Ralf Sodar

Ein Bodenfund rund um den „Kleinen Boxenstall für Fremdstuten“ – Haus Ringgau.

1900er

Gurtschnalle aus Messing vergoldet, aufwendig durchbrochen gearbeitete Gürtelschnalle mit floralen Motiven umd 1900 und Messingbeschläge mit Ornamenten möglicherweise vom Fahr- und Pferdegeschirr.
Foto Ralf Sodar

Gurtschnalle und Pferdeschmuck

… vermutlich eine Gurtschnalle aus Messing vergoldet, aufwendig durchbrochen mit floralen Motiven um 19.Jahrhundert und Messingbeschläge mit Ornamenten möglicherweise vom Fahr- und Pferdegeschirr.

Fundstücke aus Altefeld.

1910er

Etwas Großes entsteht

Die  Woche 1914 Zeitschrift
Foto und Eigentum Ralf Sodar

1913 suchte die Preußische Regierung geeignete Standorte für ein weiteres Gestüt, das Gut Altefeld – Nordhessen – wurde als besonders geeignet bewertet. Dies bestätigten die Eindrücke und Berichte des Militärs in den Manövern aus den Jahren zuvor. Am 29. Januar 1914 wurde der Ankauf von Altefeld durch das Preußische Abgeordnetenhaus genehmigt..

Siehe auch: Entscheidung in Berlin

1/2 Reichsmark von 1914 Fundort Altefeld – Foto Ralf Sodar

1920er

1925 Republik Preussen Erinnerungszeichen für Verdienste um das Feuerlöschwesen
Foto Ralf Sodar

Republik Preußen für Verdienste um das Feuerlöschwesen

Dieses Ehrenzeichen wurde am 6. August 1925 durch das preußische Staatsministerium gestiftet. In Anlehnung an das 1908 gestiftete Ehrenzeichen des Königreichs Preußen wurden die Verleihungsvorschriften übernommen. Verliehen wurde es an Feuerwehrleute die mindestens 25 Jahre in einer organisierten Feuerwehr gedient haben und sich durch Treue und Eifer ausgezeichnet haben. Für besondere Verdienste im Feuerlöschwesen konnte das Ehrenzeichen auch ohne 25 Jahre Dienst verliehen werden.

Fundort: Feldrain Altefeld

Postkarte zum Hauptgestüt Altefeld ca.1920

Originale Postkarte – ca. 1922 – Ralf Sodar
Sich regen bringt Segen – 50 Pfennig von 1920 – Foto Ralf Sodar
Reichspfennige 1924,1925 und 1935 aus Altefeld
Reichspfennige 1924,1925 und 1935
Reichspfennige 1924,1925 und 1935 aus Altefeld
Reichspfennige 1924,1925 und 1935
Originale Postkarte 1922 Gestüt Altefeld – ungelaufen ca. 1922 – Ralf Sodar
Solche Figuren, die Kavalleriesoldaten darstellen, waren im 19. und 20. Jahrhundert beliebte Spielzeuge.
Alte Bleifigur Bodenfund nahe Hengststall A – Solche Figuren, die Kavalleriesoldaten darstellen, waren im 19. und 20. Jahrhundert beliebte Spielzeuge und wurden auch als plastische Darstellung bei Übungen und Manöver verwendet.

1930

Gasthaus und Pensoin in Altefeld
Gasthof St. Georg Altefeld

Vorzügliche Werbung für Altefeld –
St.Georg Gasthaus und Pension

Gasthaus und Pension St. Georg Altefd Albin Ludwig 1930er Jahre
Original und Foto Ralf Sodar

Postkarte Gasthaus St.Georg

Postkarte – original Ralf Sodar

Ich hoffe dieses Haus nebst „unserer Koppel“ [mit] Fohlenstuten u. unseren
Aufzuchtstuten wird Dir ein freudiges Bild sein als Abschluss.

Im Hintergrund das ist Altefeld für unsere Zwecke.

Postkarte – original Ralf Sodar

Postkarte an Graf Sponeck zum Gestüt Schlenderhan ins Rheinland nahe Köln vom 30.5.1932 mit sehr interessanten Details.

Die nachfolgende Übersetzung der alten Schrift kann nicht garantiert werden, Korrekturinformationen können gerne per E-Mail zugesendet werden:

Lieber Sponeck! Bin einen Besuch in A. [Altefeld]
denkt an alte Zeiten u. vergangene schöne Stunden.
Ich habe einen Aufenthalt auf der Alb für Pfingsten
geplant gehabt u. in dankbarer Verehrung
Ihrer gedacht. Ich sende herzliche Grüße aus
herzl. vollem Herzen auch an Deine Frauen.
Kommen Sie z. Besuch v. Sonntag? Es würde
Sie sicher doch interessieren hier.
Herzl. Grüße! Ihr alter ?v. Weichs nebst
Frau u. ?Baronin.

Historischer Kontext:

Da die Familie von Weichs und das Reiterregiment 18 in Stuttgart ansässig waren, ergibt der Aufenthalt auf der „Alb“ (Schwäbische Alb) geografisch Sinn.

Kurt und Margarethe von Sponeck hatten mehrere Kinder. Die Erwähnung „Frauen“ (Plural) deutet darauf hin, dass die Töchter zu dieser Zeit erwachsen waren und noch im elterlichen Haus lebten oder dort zu Besuch waren.

Der Name von Weichs könnte auf Maximilian Freiherr von Weichs als Sohn des Oberstallmeisters des Herzogs von Anhalt in Dessau verweisen. 1920-1923 Verwendung als Generalstabsoffizier der 3. Kavalleriedivision in Kassel, 1924 Weichs wird Eskadronchef des 18. Reiterregiment in Stuttgart 1925 Versetzung als Taktiklehrer zur Infanterieschule in Ohrdruf (Thüringen). 1928 1. Februar: Weichs wird als Oberstleutnant Kommandeur des Reiterregiment 18 in Stuttgart-Cannstadt.

Eichmarke vom Bierfass

Foto: pixabay.com

Es handelt sich hier um eine Eichmarke für Bierfässer. Bierfässer wurden alle 2 Jahre neu geeicht, da sich der Rauminhalt bei Holzfässer mit der Zeit veränderte. Aber leider fehlen die Zahlen und das Siegel des Eichamtes – daher ein drittes Bild als Beispiel zur vollständigen Anschauung.
(DRP = Deutsches Reichs Patent) – Fundort Altefeld

1935

Kaufvertrag Lauenstein
Geschichte für Altefeld wurde geschrieben

Kopie des originalen Kaufvertrag – Dr. Eva-S. Neitzel

Laut Kaufvertrag erwarb Dr. Heinrich Hardt folgende Gebäude:

Landstallmeisterhaus mit Burschenhaus, der Wirtschaftshof des Landstalmeisters, das Rendantenhaus, den ehemaligen Hengststall mit seinen zwei Deckhallen und den zwei Wärterhäusern ( das“ rote und blaue Haus“ ) und eine Fläche von 28 h + 61 ar. Der Kaufpreis der Gebäude inkl. der Wirtschaftsflächen und kleiner Waldparzellen betrug 70.000 Reichsmark. Der Kauf wurde am 14. September 1935 durch Unterschrift besiegelt.

Arbeitsvertrag – Remonteamt mit Nikolaus Möller

2800 Stunden im Jahr, 6 Tage Jahresurlaub, während der Ernte Urlaubsverbot

Fotos: Dr. Eva-S. Neitzel

Am 1.4.1935 wurde Altefeld zu einem Ableger des Remontenamtes Mansbach, das zweijährige Pferde für den Militärdienst heranzog. In dieser Zeit waren zur Aufzucht ca. 350 Tiere in Altefeld. Nach Ablauf eines Jahres wurden die herangewachsenen Pferde gemustert und in die Kasernen abgezogen.

Dadurch stieg natürlich der Bedarf an Arbeitskräften und zwar nicht nur für die Tierpflege sondern auch für den gesamten landwirtschaftlichen Betrieb, denn die Versorgung der vielen Pferde erforderte mehr Futter, Personal und Arbeitsstunden.

Fakten zu Arbeitsverträgen und Urlaub um 1935:

  • Urlaubsdauer: Vor dem Zweiten Weltkrieg, somit auch 1935, war ein gesetzlicher Urlaubsanspruch kaum verbreitet und deshalb war es gängige Praxis, dass Angestellte in der Privatwirtschaft oft durch betriebliche Überstunden einen Urlaub von etwa zwei Wochen erhielten, während Arbeiter hingegen deutlich weniger Urlaub hatten.
  • 6 Tage Urlaub: Ein Urlaub von etwa 6 bis 12 Werktagen war in vielen Fällen für Arbeiter die Regel, sofern überhaupt tarifvertragliche Regelungen existierten, denn ansonsten hing der Urlaub häufig von individuellen Absprachen ab.
  • Rechtliche Lage: Die ersten wirklichen Urlaubsansprüche kamen zwar schon früher in Tarifverträgen auf aber erst die Zeit nach 1945 brachte umfassende gesetzliche Regelungen, so dass im Jahr 1935 die Urlaubsgestaltung oft noch Verhandlungssache war oder von der Kulanz des Arbeitgebers abhing.
  • Arbeitszeit: Die 6-Tage-Woche war üblich, wobei an allen sechs Tagen gearbeitet wurde.

1936

Buntes Spielzeug –
Pferde aus Blei und ein Glücksbringer

Foto: Ralf Sodar

Glänzendes Aluminium führt in eine dunkle Zeit*

Foto: Ralf Sodar
* „Glänzendes Aluminium“ steht symbolisch für Fortschritt, Technik, Modernität oder Industrie (z. B. Flugzeuge, Waffen, Maschinen). „führte in eine dunkle Zeit“ deutet auf negative Folgen hin – etwa Krieg, Krise oder moralischen Verfall.

1941-1945

Bundesarchiv: PK-Aufnahme: Kriegsberichter: Elle (Sch) 3490-41 „Fr.“ „Fr.OKW“ März 41

Heeresgestüt Altefeld

Stellenbesetzung zum 1. Februar 1945 – originaler Auszug
Leiter des Gestüt Oberstleutnant Dr. Josef Pulte

Offiziersbesetzungsliste Stellenbesetzung Gestüt Altefeld vom 1.2.1945 Dr. Josef Pulte
Quelle:Bundesarchiv
Altefeld Heeres – Vollblutgestüt

1945

1. April 1945
Kriegsende für Altefeld – die Amerikaner rücken ein.

Belegstück mit persönlicher Geschichte:


Ein Fahrstuhl-Techniker (Elevator operator) mit 19 Jahren aus New York verliert sein Messer in Altefeld. -> siehe Informationen in der Tabelle

Fundort Haus Ringgau

US M1 Carbine
Amerikanisches M1 Messer – Foto Ralf Sodar
Personalisierung: Hutton – 20251969 Foto Ralf Sodar
archives.gov army serial number
Quelle: https://aad.archives.gov/aad/
Knöpfe der US Armee – Fundort Haus Ringgau – Ralf Sodar