Gasthaus Hotel St. Georg

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In Anlehnung an das Hotel „Elch“ im Preußischen Hauptgestüt Trakehnen in Ostpreußen wurde auch in Altefeld von Anfang an der Bau eines Hotels
konzipiert und umgesetzt.

Günstig an der Durchfahrtsstraße des Ortes gelegen besticht das Gebäude nicht nur durch seine Größe und Fachwerkarchitektur sondern auch durch seine damalig hochwertige Innenausstattung und Großzügigkeit. Im Großen und Ganzen hat das Gebäude bis auf kleinere Umbauten sein ursprüngliches Gesicht erhalten.

Zeitschrift für Bauwesen 72.Jahrgang Heft 4-6 1922 Seite 109 Abbildung 41
Gasthaus Quelle: Zeitschrift für Bauwesen 72.Jahrgang Heft 4-6 1922 Seite 109 Abbildung 41 Gasthaus in Altefeld
Grundriss Quelle: Zeitschrift für Bauwesen 72.Jahrgang Heft 4-6 1922 Seite 109 Abbildung 42
Zeitschrift für Bauwesen 72.Jahrgang Heft 4-6 1922 Seite 110 Abbildung 48
Lageplan
Karte Quelle: Zeitschrift für Bauwesen 72.Jahrgang Heft 4-6 1922 Seite 110 Abbildung 48
Lageplan – Gasthof mit Wirtschaftsgebäude und Außenanlage lila umrandet


Im Laufe der Jahre veränderte sich der Eingangsbereich und der überdachte Freisitz im Süden. Er wurde zu einem Wintergarten umgebaut, der sich unmittelbar an das sogenannte Jägerzimmer anschloss. Geheizt wurde mit
Kachelöfen, von denen noch zwei im Original vorhanden sind. Einzigartig dürfte der Kachelofen im ehemaligen Frühstücksraum sein, dessen elfen-
beinfarbenen glatten Kacheln mit den Brandzeichen der deutschen
Pferdezuchtgebiete bemalt sind.


Vorzügliche Fremdenzimmer bei bester Vepflegung

Vornehme holzvertäfelte Zimmer mit entsprechenden sanitären Möglichkeiten
waren ihrer Zeit voraus und boten höhergestellten Gästen ein adäquates
Quartier.

Dazu gibt es eine ganz vorzügliche Werbekarte aus den 1930er Jahren:

Postkarte Dr. Eva-S. Neitzel
Foto und Original Ralf Sodar

Aber das Haus wurde außer von Fremden ebenfalls vom Wirt und
Gestütseleven bewohnt. Zur Zeit des Remonteamtes und Heeresgestüts zogen in dies stattliche Gebäude die Offiziere ein. Im Keller wurde sogar ein Luftschutzraum eingerichtet.

Erst in 1962 als die Familie Scherping das sogenannte innere Gestüt käuflich
erwarb, ging auch das Hotel in deren privaten Besitz über. Sie verpachteten das Haus an den Wirt Lusky.

Original Postkarte Ralf Sodar

Anfang der 70er Jahre kaufte die Familie Schartel das Hotel und führte es als Gaststätte mit Übernachtung bis etwa in das Jahr 2010.

Danach wechselte es erneut die Besitzer und wird seit dem als wundervolles Wohnhaus genutzt.

Hotel St. Geoerg Altefeld 1986 mit Übertragung des hr
Foto original Michael Moser – Hotel St.Georg 1986 Radiosendung des hr zum 25.Jahrestag des Mauerbau durch die damalige DDR
Foto original Michael Moser – Hotel St.Georg 1986 Radiosendung des hr zum 25.Jahrestag des Mauerbau

Einige ganz besondere Aufnahmen des Hotels aus dem Jahr 1986. Hier war der hr (Hessische Rundfunk) mit einer Radiosendung zum 25.Jahrestag des Mauerbau durch die damalige DDR live in Altefeld.

Moderator Bernd Hummel: Damals langjähriger und bekannter Radio- und TV-Journalist des hessischen Rundfunks, zuständig für den Raum Kassel und Umgebung. Bei längeren Aufenthalten in der Region, übernachtete er meist im Hotel St. Georg. Der Herr am Mikrofon ist Peter Schartel. Zusammen mit seiner Frau, Gudrun Schartel, war er ab 1975 zunächst Pächter, danach (ab ca. 1981) Eigentümer des Hotels St. Georg, bis ca. 2013.
Daneben im Jackett: Herr Lusky, er war bevor Familie Schartel das Haus übernahm 10 Jahre Pächter des Hotels.

Das ehemalige Hotel St. Georg 2026 – Aufnahme Ralf Sodar


Kommentare

Ein Kommentar zu „Gasthaus Hotel St. Georg“

  1. Avatar von Alfred Ingrisch
    Alfred Ingrisch

    Erstmal ein Kommentar zur Homepage : Alles SUPPPPER gemacht !
    Von der Gestaltung bis hin zur Veröffentlichung – Kompliment !
    Was die Ausführungen zum Hotel betrifft :
    Die Familie Scherping verpachtete das Hotel zuerst an die Familie
    Waßmuth aus Kassel . Anschließend Familie Lusky aus Südhessen.
    Dann erwarb Peter und Gudrun Schartel das Hotel, betrieb es weiter
    bis zum Tod des Besitzers. Die Witwe schließlich verkaufte das Anwesen.
    Ich selbst habe als Jugendlicher und später auch als Erwachsener als Servicekraft bei den ersten beiden Pächterfamilien im Nebenjob gearbeitet.

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