In Anlehnung an das Hotel „Elch“ im Preußischen Hauptgestüt Trakehnen in Ostpreußen wurde auch in Altefeld von Anfang an der Bau eines Hotels
konzipiert und umgesetzt.
Günstig an der Durchfahrtsstraße des Ortes gelegen besticht das Gebäude nicht nur durch seine Größe und Fachwerkarchitektur sondern auch durch seine damalig hochwertige Innenausstattung und Großzügigkeit. Im Großen und Ganzen hat das Gebäude bis auf kleinere Umbauten sein ursprüngliches Gesicht erhalten.



Lageplan – Gasthof mit Wirtschaftsgebäude und Außenanlage lila umrandet
Im Laufe der Jahre veränderte sich der Eingangsbereich und der überdachte Freisitz im Süden. Er wurde zu einem Wintergarten umgebaut, der sich unmittelbar an das sogenannte Jägerzimmer anschloss. Geheizt wurde mit
Kachelöfen, von denen noch zwei im Original vorhanden sind. Einzigartig dürfte der Kachelofen im ehemaligen Frühstücksraum sein, dessen elfen-
beinfarbenen glatten Kacheln mit den Brandzeichen der deutschen
Pferdezuchtgebiete bemalt sind.
Vorzügliche Fremdenzimmer bei bester Vepflegung
Vornehme holzvertäfelte Zimmer mit entsprechenden sanitären Möglichkeiten
waren ihrer Zeit voraus und boten höhergestellten Gästen ein adäquates
Quartier.
Dazu gibt es eine ganz vorzügliche Werbekarte aus den 1930er Jahren:



Aber das Haus wurde außer von Fremden ebenfalls vom Wirt und
Gestütseleven bewohnt. Zur Zeit des Remonteamtes und Heeresgestüts zogen in dies stattliche Gebäude die Offiziere ein. Im Keller wurde sogar ein Luftschutzraum eingerichtet.
Erst in 1962 als die Familie Scherping das sogenannte innere Gestüt käuflich
erwarb, ging auch das Hotel in deren privaten Besitz über. Sie verpachteten das Haus an den Wirt Lusky.


Anfang der 70er Jahre kaufte die Familie Schartel das Hotel und führte es als Gaststätte mit Übernachtung bis etwa in das Jahr 2010.

Danach wechselte es erneut die Besitzer und wird seit dem als wundervolles Wohnhaus genutzt.



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