
Preußische Domäne in Altefeld
Der Titel 16 des Etats im Preußischen Abgeordnetenhaus wurde 29. Januar 1914 bewilligt, womit der Weg für die Errichtung des staatlichen Vollblutgestüts Altefeld frei wurde.

Der Gestütskomplex wurde zwischen 1914 und 1919 während des Ersten Weltkriegs errichtet. Oberlandstallmeister Burchard von Oettingen erhielt die Oberaufsicht bis 1918. Mit großzügig bereitgestellten staatlichen Mitteln schuf er ein Gestüt nach modernsten Standards der damaligen Zeit.
Im Jahre 1920 kam der denkwürdige Tag, an dem Hengste, Stuten und Fohlen aus Graditz in die hellen und modernen Ställe Altefelds Einzug halten und auf den weitflächigen Koppeln des neuen Gestütes weiden konnten. Während der Weimarer Republik bis 1922 übernahm der Landstallmeister Hans Althaus die Leitung des Gestütes.

„Altefeld muß man gesehen haben, um sich von seiner überwältigenden Größe ein richtiges Bild machen zu können . . . Man kann nur stehen und staunen – hier kann nur der Berufsnörgler kritisieren!“, resümierte der Herausgeber der „Rundschau für Vollblutzüchter“ nach seinem ersten Besuch in Altefeld im Jahre 1922.
Quelle: VfD Bayern Jahrbuch 1974 Seite 154

Preusischer Adel und Weltwirtschaftkrise
In der weiteren Leitung des Gestütes folgten Landstallmeister Graf Sponeck (Schwiegersohn von Burchard von Oettingen) und Graf Kalnein .
1930 wurde das Vollblutgestüt von Altefeld wieder nach Graditz zurück verlegt. Der letzte Gestütsleiter war Oberlandstallmeister Hermann Großcurth, er musste den für die Zucht bestimmten Pferdebestand an das Hauptgestüt Graditz abtreten. Ein Teil der Belegschaft des Gestütes blieb bis 1932 auf dem Altefeld, das als staatliche Domänenwirtschaft fortbestand und neben Ermländer Fohlen auch Rinder in Eigenwirtschaft aufzog.
Für alle, die mehr erfahren möchten, finden hier das Original der Zeitschrift für Bauwesen 1922 Heft 4-6 Jahrgang 72
Ab Seite 103 der Zeitschrift- die hier als PDF vorliegt – gibt es ausführliche Informationen von der Planung bis zum Aufbau des Gestütskomplexes in Altefeld.
Neben der Lagekarte werden die Gebäude ausführlich beschrieben als auch die Erfordernisse und Bedarfe zum Betrieb der gesamten Anlage.
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Alles zu Altefeld ab finden Sie ab der Seite 103.
Zeitschrift für Bauwesen 1922 Heft 4-6 Jahrgang 72
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