Rendantenhaus

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Direkt neben dem Roßarzthaus gelegen befand sich die Wohnstätte einer weiteren tragenden Person der Gestütsanlage, dem Rendanten.

Das Baujahr geht zurück auf das Jahr 1919.

Das großzügige Anwesen hatte nicht nur Platz für die Familie des Rendanten, die mit den kleinen Stallungen und der großzügigen Gartenfläche Eigenversorger waren, sondern gleichfalls Geschäftsräume und die Kasse.

 Zeitschrift für Bauwesen 72.Jahrgang Heft 4-6 von 1922 Seite 108 Abbildung 40 - rechts das Rendantenhaus
Zeitschrift für Bauwesen 72.Jahrgang Heft 4-6 von 1922 Seite 108 Abbildung 40 – links das Rossarzthaus und rechts das Rendantenhaus


Der Rendant kümmerte sich um die geschäftlichen Abläufe des täglichen Geschehens, ihm oblag das Personal und er zahlte die Löhne aus.

Zeitschrift für Bauwesen Jr. 69 von 1919 Heft 7-9 – Grundriss Erdgeschoß Rendantenhaus Altefeld


Als 1935 Dr. Hardt das anthroposophische Kinderheim Lauenstein nach Altefeld verlegte, erwarb er neben anderen Gebäuden auch das ehemalige Rendantenhaus. In diesem wurde eine anthroposophische Schule für die Kinder der Einrichtung gegründet, die zwar eine Behinderung hatten aber bildbar waren. Die Schule bestand bis 1941.

1946, nach dem 2. Weltkrieg, war das Haus Wohnstätte für mehrere vertriebene Familien vor allem aus dem Sudetenland (heutiges Tschechien). 41 Personen teilten sich Haus und Grundstück. Viele der neuen Bürger blieben in Altefeld oder zogen weiter in die umliegenden Dörfer. 1968 führte das Land Hessen auch dieses Haus in Privatbesitz über. Es befindet sich mittlerweile in dritter Generation im Familienbesitz des damaligen Käufers.

Das hier gegründete Blumengeschäft/SB-Bedienung entwickelte sich zu einem beliebten regionalen Treffpunkt für Blumenfreunde und wird heute durch das Angebot einer Ferienwohnung ergänzt.


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