Nach dem Absetzen der Fohlen von ihren Müttern trennte man die Jungpferde nach Geschlecht. Die Stutfohlen brachte man im „Stutfohlenstall“ , die Hengstfohlen in dem fern ab gelegenen Hengstfohlenstall am hinteren Heidelberg unter.
Dem Stutfohlenstall sind zwei Wärterhäuschen zugeordnet, die wie bei allen anderen Ensembeln in ihrer Architektur dem Stallgebäude angeglichen wurden. In ihnen wohnten die Menschen mit ihren Familien, die die Pferde des ihnen zugeordneten Stalles versorgten.


Im mittleren Eingangsbereich des Stalls befand sich sowohl die Futterkammer als auch ein Raum für die Stallwache. Darüber hinaus lagen links und rechts des Mittelkomplexes zwei jeweils etwa 170 Quadratmeter große Laufställe. Diese wiederum sowie die angrenzenden Weideflächen mit Laufbahn stellten somit eine ausreichende Bewegung für die jungen, vor Kraft strotzenden Tiere sicher. Folglich versteht man darunter eine artgerechte Haltung.

Im Jahr 1969 wurde die gesamte Gestütsanlage veräußert. Dabei wurde das sogenannte „innere Gestüt“ von der Familie Scherping käuflich erworben und als Gestüt „Waldfried“ weitergeführt, während hingegen das „äußere Gestüt“ mit seinen peripheren Gebäuden und Ländereien zersiedelt wurde. Im Zuge dieses Wandels erwarb der aus Ostpreußen stammende Friedrich Wilhelm Mill einen großen Teil der Ländereien und Gebäude. Anschließend wurde der anfängliche Milchviehbetrieb durch den Sohn Dieter Mill im Laufe der Jahre zu einem reinen Ackerbaubetrieb umstrukturiert und schließlich durch dessen Sohn Andreas Mill in die Moderne geführt.

Der einstige Stutfohlenstahl in Altefeld erstrahlt auch heute noch imposant.



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