In unmittelbarer Nähe des Landstallmeisterhauses liegt, als Dreiseithof konzipiert, das dazugehörige Wirtschaftsgehöft, das für die Versorgung des Landstallmeisters zuständig war.

Neben dem Kutscherwohnhaus im linksseitigen Flügel beherbergte der Nordflügel Ständer und Boxen für sechs Gebrauchspferde inklusive Geschirrkammer, Wagenschuppen und Wagenwaschraum. Im nach Osten ausgerichteten Flügel war das Nutzvieh ( 6 Kühe, Schweine, Hühner u. Kleinvieh ) untergebracht und neben der Futterkammer lag die Kammer für die Magd. Die Dungstätte befand sich gleich rechter Hand nach der Hofeinfahrt, so dass der Mist leicht abgefahren werden konnte.

Die Heidelbergstrasse, so wie wir sie heute kennen, gab es noch nicht. Die Verbindungsachse zum Gutshof lief entlang des Weges direkt unter dem Wirtschaftshof gelegen. Landstallmeisterhaus und Wirtschaftshof verband ein kleiner Fußpfad, der durch den zwischen den Gebäuden angelegten Park führte.
Zu Zeiten des anthroposophischen Kinderheims gehörte dieser Hof dazu und seine Bewirtschaftung half, die Versorgung zu sichern. Gleichzeitig waren auf ihm Mitarbeiter der Einrichtung untergebracht.
Nach Kriegsende wurden alle Gebäude genutzt, Flüchtlingen eine Wohnstätte zu ermöglichen. Sie waren einfach aber die erschöpften Menschen hatten endlich wieder ein Dach über dem Kopf. Fritz und Marie Bachmann kauften den Hof von der Hessischen Heimat als diese die im Außenbereich liegenden Gebäude zersiedelten. Er ist seit dem im Familienbesitz.



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