Burschenhaus

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Dieses kleine dem Haus des Landstallmeisters zugehörige Gebäude hatte mehrere Funktionen. Es beherbergte den Burschen des Landstallmeisters, war aber auch Waschhaus und hatte einen sogenannten Eiskeller, in dem im Winter geschnittene Eisblöcke dafür sorgten, Lebensmittel frisch zu halten.

In der Zeit des Anthroposophischen Kinderheims Lauenstein diente dieses Haus als Büro und Verwaltungsgebäude.


Burschenhaus
Thomas Wiegand – Landesamt für Denkmalpflege Hessen / Burschenwaschhaus Heidelbergstraße 12

Nach dem 2. Weltkrieg kam es durch die Zersiedlung in privaten Besitz. Es wurde von Rudolf Frank und seiner Frau erworben, die den größten Teil ihres
Lebens dort verbrachten. Anni Frank berichtete von einer Begegnung mit einem 60-jährigen jüdischen Mann aus Australien. Als Kind wurde er hier im Kinderheim Lauenstein vor den Nazis erfolgreich versteckt. Seine Eltern wurden im KZ ermordet aber er überlebte und das Leben verschlug ihn nach Australien.
Sein Besuch war das Bedürfnis, noch einmal an die Stätte seiner Kindheit zurück zu kehren, die er trotz des schweren Leids, das er zu tragen hatte, als die schönste Zeit in seiner Kindheit beschreibt.

Leider ist sein vollständiger Name nicht bekannt.


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