Altefeld wird urkundlich erstmals 1326 als Lehen des Ludwig v. Baumbach
erwähnt. Einst gab es in dieser „verlorenen“ Ecke nur die Höfe Altefeld, von
dem einer nicht mehr existiert und das Vorwerk Lustefeld. Von 1545 an war es
im Besitz der Familie Treusch v. Butlar-Altenfeld und wurde im Jahr 1881 von
Landgraf Alexis v. Hessen erworben und an Landgraf Chlodwig von Hessen
vererbt.
Das in dem Gutskomplex etwas erhöht stehende Herrenhaus wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im konstruktiven Fachwerkgefüge gebaut.
Der Gutshof wurde 1913 im Zuge der Gestütsgründung von der preußischen
Gestütsverwaltung gekauft. Er bestand zu der Zeit aus dem Herrenhaus und
zwei großen Wirtschaftsgebäuden und einem bescheidenen Wohnhaus für
Gutsarbeiter. 1945 bis 1962 bewirtschaftete der Heimat Vertriebene Arthur
Valentini als Pächter den Domänenbetrieb.

Nach seiner Pensionierung übernimmt die Hessische Heimat das sogenannte äußere Gestüt (etwa 300 h), das landwirtschaftlich von Philipp Alberding bis 1969 verwaltet wurde. Mit dem Verkauf des äußeren Gestüts im Jahr 1969 an die Familie Mill wird der eigentliche Gutsbetriebes eingestellt und das Gutshaus diente nur noch als Wohnhaus.
Familie Hartung erwarb den Gebäudekomplex in dem Jahr 1981, renovierte und belebte den Ort mit ihrem weit über die Region hinaus bekannten und beliebten Flohmarkt. Im Jahr 1996 begann der erste Umbau der Stallgebäude. Wohnraum für betreutes Wohnen im Alter entsteht. In 2006 erweiterte sich der Umbau zu einer vollständigen Seniorenwohnanlage, die im darauf folgenden Jahr eröffnet wurde.





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