Gestütsschule

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Von Anfang an war die Errichtung einer Gestütsschule in den von
Oberlandstallmeister von Öttingen erstellten Bauprogramm vor-
gesehen. Sie war zuerst geplant als einklassige aber später auch
erweiterungsfähige Schule, in der ein verheirateter und ein unverheirateter Lehrer so wie die Gemeindeschwester Platz zum Leben hatten. Die Nebengebäude und eine entsprechende Grundstücksgröße dienten der Eigenversorgung, ermöglichten die Haltung von Vieh und die Bewirtschaftung eines Gartens. Ein Grundprinzip, das man bei allen Wohnhäusern der
Gestütsanlage findet.

Zeitschrift für Bauwesen 72.Jahrgang Heft 4-6 von 1922 Seite 109 Abbildung 44 Schulhaus Altefeld
Quelle: Archiv Klaus Ankenbrand
Lagekarte aus der Zeitschrift für Bauwesen 72.Jahrgang Heft 4-6 1922 Seite 110 Abbildung 48 - Schulhaus rot umrandet
Lagekarte aus der Zeitschrift für Bauwesen 72.Jahrgang Heft 4-6 1922 Seite 110 Abbildung 48 – Schulhaus rot umrandet


In den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg gab es durch die
Flüchtlingswelle bedingt weitaus mehr Kinder, die die Gestütsschule besuchten. Entsprechend eng ging es in der kleinen Dorfschule zu.

Bild: Irene Semelka – Aufnahme eines alten Fotos von einem leider unbekannten Besucher in Altefeld


Die alte Schule diente nach ihrer Zweckentfremdung als reines
Wohnhaus bis sie von Familie Eisenträger zu einer Gaststube mit dem
Namen „Koppel“ umgebaut und bis in die Anfang neunziger Jahre
gastronomisch geführt wurde. Danach wechelte sie privat mehrfach den
Besitzer. Seit 2018 ist sie Wohnhaus mit angeschlossener Ferien-
wohnung
und beherbergt das Atelier der Textilkünstlerin Irene Semelka.

Bild: Irene Semelka


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