
Der im preußischen Hauptgestüt bezeichnete Stutenstall C gehörte zu den drei großen Stutenställen der Gestütsanlage. Jedes dieser drei Gebäude war konzipiert für 16 Stuten mit Fohlenboxen. Dazu kam noch eine Stallapotheke, Boxen für den Probierhengst und eventuell kranke Stuten plus einem Laufstall.

Die weitläufigen sonnigen Koppeln mit ihren Triebwegen rund um die Gebäude garantierten das ganze Jahr über einen ausreichenden Weidebetrieb. Der südwestlich gelegene Wald bot dazu einen vorzüglichen Windschutz.

Dem Stall vorgelagert sind die ehemaligen Wärterhäuschen. Diese sind, wie auf der gesamten Gestütsanlage zu sehen, der Architektur des dazugehörigen Stallgebäudes angepasst.

Zu Zeiten des Heeresgestütes wurde der ehemalige Stutenstall C als sogenannter „Ausgabestall“ verwendet.
Hier wurden die herangewachsenen Jungpferde (Remonten), die in den Militärdienst kamen, gemustert und ausgehändigt.
Nach dem Krieg brachte die Domänenverwaltung in dem damals bezeichneten „Mittelstall“ Jungvieh unter. Erst mit dem Kauf des „inneren Gestütes“ 1962 durch Alexandra Scherping zogen wieder Pferde in dieses Gebäude ein. Hier wurden die güsten also nicht tragenden Stuten untergebracht.
Nach Umbau des Mittelstalls dient er dem jetzigen Besitzer, der Familie Graf / Gestüt Altefeld, als Wohnhaus (Alter Hof) mit integriertem Pferdestall für junge Turnierpferde und beherbergt ein kleines Gestütsmuseum.

Familie Graf betreibt einen namhaften Zucht- und Aufzuchtbetrieb, aus dem bereits erfolgreiche Sportpferde hervorgingen.


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