In diesen beiden parallel am Hang gelegenen Straßen sind mehrere Doppelhäuser errichtet worden. Angestellte des Haupt- und Heeresgestütes und Landarbeiter haben hier gewohnt.


Im oberen Kornettenweg gab es das sogenannte „Vierfamilienhaus“, so genannt, weil mehr Platz bot als die anderen Häuser. Auch bei all diesen Unterkünften der Kornettenwege sieht man das Konzept, dass durch ausreichende Gartenflächen und nebenstehende Stallgebäude, die Möglichkeit zur Selbstversorgung gewährleistet war.

Den Begriff Kornett findet man bis ins 19. Jahrhundert hinein im Militär. Der Kornett entsprach dem Fähnrich, das war der jüngste Offiziersdienstgrad (Junker-Unteroffizier) in der Kavallerie (Husaren, Kürassiere). Er führte während der Schlacht oder bei Paraden die entrollte Cornette ( Standarte ) der Eskadron, der kleinsten Einheit der Kavallerie. Daneben gibt es die Bezeichnung das Kornett.

Es handelte sich um eine Art „Horn“, das eine zentrale Rolle als Signalinstrument im Militär hatte. Entwickelt aus dem Posthorn wurde es vor allem zur Übertragung von Signalen auf Schlachtfeldern, in der Jagd oder bei religiösen Zeremonien eingesetzt. Auf dem Schlachtfeld konnten seine kraftvollen Töne große Entfernungen überbrücken, denn die verschiedenen Klänge und Töne hatten für die Soldaten spezifische Bedeutungen. Dadurch konnten Befehle erteilt und Bewegungen der Gruppe koordiniert werden wie zum Beispiel ein Rückzug der Einheit. Heute gleicht das Instrument eher einer Trompete und wird in allen Genren der Musik eingesetzt.
Der und das Kornett haben also beide Verbindung zum berittenen Militär und sind dadurch als Namensgeber der Straßennamen des preußischen Haupt- und späteren Heeresgestütes herangezogen worden.



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